Rehabilitation nach Operationen und Unfällen

 Auch beim Tier werden Knochenbrüche oder Bänderrisse z.B. am Knie zunehmend im Anschluss an eine OP mit Physiotherapie nachbehandelt.  Bei Lähmungen nach Bandscheibenvorfällen ist frühzeitige Physiotherapie ebenfalls wichtig. Ziel ist die Wiederherstellung der normalen Beweglichkeit. Zudem wird der Überbelastung des Körpers durch übermäßige Schonhaltung vorgebeugt.

Konservative Behandlung nicht operabler Probleme des Bewegungsapparates

 Vornehmlich bei Sehnen- und Muskelproblemen ( Kontrakturen, Tendinitis), die durch Operationen nicht oder nur ungenügend verbessert werden können, hilft die Physiotherapie durch ihren direkten Ansatz an der Problemstelle in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie z.B. Schmerzmitteln. Tiere, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr operiert werden können, aber z.B. am Cauda equina –Syndrom leiden, erfahren durch die Physiotherapie eine Erleichterung ihrer Beschwerden.

Schmerzlinderung und Erhalt der Beweglichkeit beim älteren Tier

 Zunehmend  leiden ältere Tiere unter Arthrosen vor allem der Wirbelsäule (Spondylose)  und der großen Gelenke. Neben anderen Maßnahmen kann die Physiotherapie dazu beitragen, die dabei auftretenden Schmerzen zu lindern. Durch gezielte Übungen wird zudem das "Steifwerden" und die Bewegungsunlust vermindert.

Vorbeugung von Spätschäden beim wachsenden und jungen Tier

 Neben der Hüftgelenksdysplasie gibt es noch eine Reihe weiterer Gelenkserkrankungen, die angeboren sind oder die im Laufe des Wachstums auftreten können (ED, OCD). Die Physiotherapie kann helfen, drohende Überbelastungen und Spätschäden für den Körper zu vermindern. Bewegungsprogramme werden eingesetzt, um die Beweglichkeit des Tieres so lange als möglich zu erhalten.

Aber auch für Besitzer gelenkgesunder Tiere, die intensiv trainiert werden (v.a. im Hundesport) schult die Physiotherapie den Blick für die Vermeidung von Verletzungen und Überbelastungen.