Die Osteopathie kann in 3 Teilbereiche unterteilt werden:

Parietale Osteopathie

Sie beschäftigt sich mit dem Bewegungsapparat (Knochen und Gelenke, Muskeln und Faszien/Bindegewebe). Die parietale Osteopathie kennt sowohl direkte (strukturelle/ osteoartikuläre) als auch indirekte (funktionelle bzw. myofasziale) Techniken.


Myofasziales Release in KettenDer Einsatz der strukturellen Techniken erfolgt direkt am blockierten Gelenk oder Wirbel mit den Methoden der Mobilisation, Traktion oder Manipulation. Somit entspricht diese Form der Osteopathie am ehesten dem Begriff der manuellen Therapie, geht aber darüber hinaus. Sie berücksichtigt nicht nur die Blockade, sondern auch die veränderte Funktion von Gelenken, die durch das umgebende Gewebe zustande kommen können. Diese Techniken sollten nur mit äußerster Vorsicht und nach genauer Diagnose erfolgen.


Die funktionelle Osteopathie im Bereich des Bewegungsapparates korrigiert Einschränkungen der Beweglichkeit von Gelenken und Wirbelsegmenten durch Einwirkung auf  Muskeln und Faszien in der Umgebung. Indem hier Spannungen aufgelöst werden, wird das Zusammenspiel des betroffenen Segmentes mit anderen verbessert. Diese sanfteren Techniken sind oft zeitaufwendiger, aber angenehmer für das zu behandelnde Tier, da keine Abwehrspannung wie bei der Manipulation auftritt. Zudem eignen sich diese Techniken bei arthrotisch veränderten Gelenken und Wirbeln, bei denen eine vollständige Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit oft nicht mehr möglich ist. Daher profitieren besonders ältere Tiere mit Störungen wie Spondylosen und HD von diesen Behandlungen.

Viszerale Osteopathie

Sie befasst sich mit der Behandlung innerer Organe. Berücksichtigt werden Veränderungen in der Mobilität, d.h. der organspezifischen Beweglichkeit innerhalb eines Organs (z.B. Magen) und in der Motilität, d.h. der Beweglichkeit der Organe zueinander (z.B. Magen und Milz). Letztere wird durch das Aufhängungssystem der Faszien und Bänder beeinflusst. Diese komplexe Form der Osteopathie wird zur Zeit in meiner Praxis noch nicht angeboten.

Cranio-sacrale Therapie

Cranio-sacrale TherapieDie cranio-sacrale Therapie stellt ein eigenes System dar, das von William Garner Sutherland, einem Schüler von Still, entwickelt wurde. Den oberen Pol des Systems bildet der Schädel (Cranium), dessen Beweglichkeit Sutherland umfassend untersuchte. Der untere Pol wird vom Kreuzbein (Ossacrum) gebildet. Beide Pole bewegen sich synchron zueinander in einem sogenannten primären respiratorischen Rhythmus, der nicht identisch ist mit Herzschlag oder Atemrhythmus.

Die cranio-sacrale Therapie untersucht ob sich alle Regionen des Körpers im Rhythmus bewegen, oder ob Anteile blockiert sind. Mit den entsprechenden Techniken wird in diesem Fall versucht die Bewegungseinschränkung aufzulösen und den einheitlichen Rhythmus wiederherzustellen. Bezüglich dieser Techniken befinde ich mich noch im Anfangsstadium, zumal beim Tier als Besonderheit noch die Schwanzbewegung dazu kommt. Daher wird die cranio-sacrale Therapie erst ab Frühjahr 2010 in meiner Praxis angeboten werden. Bei Interesse an dieser Therapieform sprechen Sie mich bitte einfach an.